Der einzige schwedische Import der je mein Herz erobert hat, war Ikea. OK, vielleicht noch ein Volvo. Doch dann kam Alexander Skarsgård, der Vampir-Bad-Boy mit Herz (wenn auch nicht schlagend) in HBO’s True Blood. Skarsgård spielt Eric Northmann, den 1000-Jahre alten Viking-Sheriff der Untoten, aber er könnte genauso gut auch Vampire McSteamy genannt werden. Verurteilen wir Anna Paquin wegen ihrer heimlichen Phantasien über ihn, wenn die Sonne untergeht? Das glühende Gesicht. Das Surfer-Boy Haar. Die gemeißelten Wangenknochen.

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Es gibt Tausende, vielleicht Millionen von Frauen, die von Alex (wie ich ihn gerne nenne) begeistert sind. Er begeistert auch Männer, wie seinen Co-Star Nelsan Ellis. “Er ist sehr bescheiden, sehr talentiert, und so verdammt olympisch gut aussehend, dass ich manchmal er sein möchte”, sagt Ellis, der andere True-Blood-Favorit bei den Fans, Lafayette, der Homosexuelle, komisch angezogene Koch aus True Blood. “Aber, ich möchte immer sagen:” Bruder, stell dich nicht zu nah neben mich. ” Wenn das so ist, Alex, könntest du stattdessen neben mir stehen?

Skarsgårds Eric-Darstellung ist ein bisschen Gordon Gekko aus Wall Street (so gemein) gemischt mit einem kleinen Mr. Darcy (so missverstanden). Sein Charakter blieb ein wenig im Hintergrund in der Staffel 1: “Ich war nur ein Bonus”, sagt er, aber er wurde schnell zu einem entscheidenden Teil der Show. Eric ist der Typ, der versucht Sookie (Anna Paquin) von ihrem vampirischen Objekt der Begierde Bill (Stephen Moyer) zu stehlen. Von der Dreiecksgeschichte aus Charlaine Harris’ Bücher inspiriert könnte das Staffelfinale am kommenden Sonntag extra heiß werden. Mit durchschnittlich etwa 5 Millionen Zuschauern pro folge ist True Blood HBO’s größter Hit seit den Sopranos. Und Skarsgård ist der “Vampir” der Stunde. Paquin hat vielleicht den Golden Globe gewonnen, aber Skarsgård überzeugte die “Blogospäre” (die Fans). “Die Wahrheit ist, ich war in Europa als die zweite Staffel anfing, und ich hatte keine Ahnung, wie groß das Ding plötzlich wurde”, sagt Skarsgard. “Ich landete in LA, ging zur Comic-Con und es war absolut verrückt.”

Skarsgård mag Blut im Fernsehen saugen, aber bisher ist er nicht von seinem eigenen Ruhm aufgesaugt worden. Er ist ein bisschen ein Anti-celebrity, auch wenn er für Lady Gagas Musikvideo “Paparazzi” mit ihr das Bett geteilt hat. Skarsgård ist momentan in Shreveport, Louisiana, um Rod Luries (The Contender) Remake des 1971 von Sam Pekinpah gedrehten Films Straw Dogs zu drehen. Der Film sorgte damals für viel Aufsehen wegen einer Szene, in der eine brutale Vergewaltigung plötzlich in Lust umzuschlagen scheint. Der Täter ist Skarsgårds Charakter, Charlie Venner. “Es ist etwas, über dass wir jeden Tag am Set sprechen”, sagt Skarsgård. “Es wird hart werden. Es ist eine schmerzhafte Szene, aber es ist auch ein entscheidender Moment.”

Skarsgård spricht wie sein Charakter während des Interviews, er spricht in einem weichen Südstaatenakzent, welcher sofort die Zehen von 1.000 Frauen mittleren Alters aufrollen lassen könnte. Er ist bescheiden und höflich, und bringt geschickt die Indie- und Punk-Musik-Szene (Glasvegas, die Buzzcocks, The Adverts, The Clash und die Arctic Monkeys) ins Gespräch ein. Er hat so viel zu tun, er konnte fast seinen 33. Geburtstag nicht feiern. “Ich hing in meinem Hotelzimmer herum und ein paar Leute aus der Straw Dogs Crew haben mich einfach mit zum Essen geschleift”, sagt er. “Es war ganz ungezwungen. Und es war sehr süß von ihnen, dies zu tun. Ich habe meinen Geburtstag in den letzten Jahren nicht groß gefeiert.”

Ein Grund, warum Skarsgard so gelassen über seinen neuen Star-Status ist, dass er bereits fast sein ganzes Leben geschauspielert hat. Ein Regisseur-Kumpel seines Vaters, Schauspieler Stellan Skarsgard, gab ihm eine Rolle in der Verfilmung eines schwedischen Kinderbuches -Ake och hans värld (Ake und seine Welt), in welchem er Kalle Nubb spielte. Dann kamen einige schwedische TV-Rollen, darunter die Hauptrolle in Hunden som log 1989 (Der Hund, der lächelte). “Meine Eltern schleiften mich nie zu Auditions. Sie haben mich nicht dazu gedrängt. Das ist einfach alles irgendwie passiert und hat mir Spaß gemacht”, sagt Skarsgard. Aber mit 13 Jahren hatte er genug. “Ich war wirklich richtig selbstbewußt damals und ich konnte nicht mit all der Aufmerksamkeit umgehen. Dreizehn ist eine hartes Alter. Man versucht herauszufinden, ob man ein Kind oder ein Mann ist. Es ist eine seltsame Zeit. Die Menschen auf der Straße erkennen dich, und ich hasste es. Es war zu viel. Ich sagte zu meinen Eltern, “ich will das nicht zu tun. Ich will Fußball spielen.” Ich wollte, dass Mädchen mich mögen, weil ich lustig oder niedlich war, nicht weil sie mich im Fernsehen gesehen haben. “Also habe ich damit aufgehört.”

“Wenn das nicht zu jenem Zeitpunkt beendet hätte”, sagt er, “wäre ich abgestürzt und ausgebrannt und ich bezweifle, dass ich heute Schauspieler wäre.”

Trotzdem konnte er der Versuchung nicht widerstehen. Er ging in die Vereinigten Staaten in seinen frühen 20ern auf eine Schauspielschule, aber nach sechs Monaten hörte er auf. “Ich war einsam, ich hatte kein Geld, und ich war verliebt”, sagt er. Er packte seine Koffer und flog zurück nach Stockholm. Zwei Tage nach der Landung haben er und seine Freundin Schluß gemacht. Dann kamen mehr schwedische Produktionen, und eine kleine Rolle in Zoolander als Meekus, ein Eurotrash-Modell, der in einer Tankstellenexplosion umkommt. Dann folgten schwedischen Filme.

Sein großer US-Durchbruch kam mit HBO’s emmy-nominierter Miniserie Generation Kill, in welcher die Erlebnisse des ersten US-Marines Recon Bataillon des Irak-Krieges im Jahr 2003 verarbeitet wurden. Die Serie basiert auf dem Buch von Evan Wright, einem eingeschleusten Rolling-Stone-Reporter, Skarsgård spielt Marine Sgt. Brad (Iceman) Colbert. “Alex wurde beim Casting auf Herz und Nieren geprüft, und es gab viele Diskussionen ob wir ihn für die Rolle besetzen sollen”, sagt Casting Director Alexa L. Fogel. Die Colbert Rolle war ein ganz schöner Drahtseilakt: Militärchargon mit Intellekt kombiniert, und dann war da noch das Problem der Aussprache. Die gesamte siebenteilige Serie ist mit einem eigentümlichen, bunt abgekürzten Marineslang mit Wendungen wie “Oscar Mike” (“in Bewegung “) und” Stay Frosty “(wachsam bleiben) gespickt. “Und daher kommt ein dünner Mann, der wie ein wirklich großer Kurt Cobain aussieht” sagt Rudy Reyes, ein ehemaliger Recon Marine Sergeant, der sich selbst in der Miniserie spielte . “Aber sobald die Kameras liefen, wurde Skarsgård zu Colbert.”

Skarsgård wurde nicht für einen Emmy nominiert für seine Leistung, aber er wurde fünf Mal Sexiest Man in Schweden. “Ich habe ihn ständig damit aufgezogen” sagt Reyes. Aber zumindestens hat es ihn vorbereitet für den Rummel aufgrund seiner Rolle in True Blood.”

Wir wissen, dass True Blood seine zweite Staffel mit einem Cliffhanger beenden wird (natürlich unter Beteiligung von – Sie wissen schon wem). Aber wir erwarten sehr viel mehr Skarsgård in der nächsten Staffel, im wahrsten Sinne des Wortes. Und das wird weibliche Fans glücklich machen. “Ich versuche immer noch in meinen Kopf zu kriegen, dass die Darstellung von Gewalt kein Problem ist, ich aber juristische Dokumente unterzeichnen muss, um meinen nackten Hintern im TV zu zeigen”, sagt er. “Das ist ganz anders in Europa.”

Er hofft, weiter in sowohl US-amerikanischen als auch schwedischen Produktionen arbeiten zu können, und vielleicht sogar Theater zu spielen. “Ich mag es so nah am Publikum zu arbeiten”, sagt Skarsgard, der in einer schwedischen “Wer hat Angst vor Virginia Woolf” Version gespielt hat. Aber gerade dreht sich alles um “Wer hat Angst vor Skarsgård”. Die Dreharbeiten zur dritten Staffel von True Blood beginnen in ein paar Monaten, und Vampir-Liebe ist ansteckend. Zumindest, wenn es um seine Kollegen geht. “Ich vermisse die Leute”, sagt er. “Es klingt so dumm, aber sie sind meine Familie geworden.” Ich vermute, dass macht sie zu Blutsverwandten.

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2 Antworten auf Ein Mann mit Rückgrat

  • Maria Mosca sagt:

    Es ist alles schön und gut, aber irgendwie habe ich den Eindruck Alexander ist schwul. Nicht das ich was gegen schwule Menschen habe, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein so guter aussehenden Mann keine Frau findet!!! Und, egal wo er auch immer ist, entweder ist er alleine oder umarmt andere Männer.

  • ASkars sagt:

    Tja, wie man sieht ist er nicht schwul. Zumindest scheint er sehr glücklich mit Kate Bosworth. Ich finde auch nicht, dass er sonderlich schwul wirkt. Nicht, dass man das jedem ansehen könnte, aber.. ich wäre auch einfach nicht davon ausgegangen.

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