Brad Pitt, zweifach gewählter sexiest man alive, kann nicht ohne von Paparazzi gesehen zu werden zu Starbucks gehen. Was macht also ein fünffach gewählter sexiest man alive? Er holt sich seinen eigenen Kaffee und genießt den sogar noch.
„Die Promi Kultur in Amerika ist ganz anders“, sagt Schauspieler Alexander Skarsgård, fünffach als Superschwede nominiert.
„Es gibt in Schweden keine Paparazzi, also werde ich nicht belästigt,“ sagt er. „Es ist ein sozialistisches Land, also solltest du dich nicht als etwas besonderes betrachten. Es ist nicht wie in L.A., wo die Leute in ihren gepimpten Bentleys rumfahren. In Schweden fährt man Volvo und geht zu Ikea.“
Skarsgård mag Mega-Star Status (oder etwas in der Art) zu Hause haben, in den Staaten wird er gerade durch seine schauspielerischen Fähigkeiten bekannt. Kritiker lobten seine ruhige, intensive Darstellung des realen US-Marine Sgt. Brad Colbert in HBO’s ehrlicher und faszinierender Miniserie “Generation Kill”. Die Serie, die sie gesehen haben müssen, basiert auf dem Buch von Evan Wright, einem Rolling Stone Reporter, der mit einer Eliteeinheit an der Spitze der Invasion des Iraks im Jahr 2003 mitfuhr.
Skarsgård, der hauptsächlich in Los Angeles lebt, aber immer einen Platz in Stockholm behält gesteht, er hatte “Angst” vor der Rolle. Aber es war nicht das umstrittene Material, welches dem ehemaligen schwedischen Marine Sorgen machte.
„Es ist eine große Rolle mit Tonnen von Text“, sagt der 32 jährige, welcher intensiv mit einem Dialekt-Coach studiert hat, um „amerikanisiert“ zu werden. „Ich habe viele europäische Jungs hier rüber kommen sehen, und wenn du einen Akzent hast, spielst du eher den bösen Nazi oder den russischen Bösewicht mit der Bombe. Für eine Weile macht das Spaß, aber ich wollte fähig sein zu zeigen, dass ich auch andere Rollen spielen kann.“
Skarsgårds überzeugende Darstellung eines echten Yankees ist unerschütterlich stoisch in „Generation Kill“. So ist es ein wenig überraschend zu sehen, wie sich der Schauspieler in den aalglatten, 1000 Jahre alten Winkingervampir Eric Northman aus HBO’s neuer Serie „True Blood“ verwandelt.
„Es ist ja nicht so, dass er 1000 Jahre geschlafen hat und gerade erst aufgewacht ist und immer noch seinen Wikingerhelm auf dem Kopf hat“, sagt Skarsgård lachend (er wirft einen schwedischen Satz in den Dialog, wohl um Erics Erbe zu honorieren). „True Blood“ gibt vor, dass Vampire und Menschen seit der Erfindung eines synthetischen Blutersatzes koexistieren. Eric ist Eigentümer einer Vampirbar und Sheriff der Untoten von Louisiana.
„Ich habe mit der Idee herumgespielt, ein Jahrtausend auf der Welt zu sein“ sagt Skarsgård.
„Eric hat ein Riesen-Selbstvertrauen. Er weiß, was er will und wie er es bekommt.“
So in der Art wie deinen eigenen Ruhm zu bewerten und trotzdem deinen eigenen Frappucino zu kriegen.
HBO Star Skarsgård ist nicht leicht einzuordnen in Hollywood.
von Amber Ray / metro new york
SEP 26, 2008

